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Dorfchronik

1021 Eltersdorf wird erstmals urkundlich erwähnt:

Kaiser Heinrich II. schenkt der bischöflichen Kirche zu Bamberg alle zum Hofe Uraha (Aurach) gehörigen und dem bairischen Rechte unterworfenen Güter, und zwar den Wald zwischen den Flüssen Schwabach und Pegnitz sowie vier namentlich genannte Güter im Nordgau in der Grafschaft des Grafen Heinrich mit allem Zubehör zu freiem Verfügungsrecht zum Nutzen des Bistums. Genannt werden: villas Crintilaha (Gründlach),Uualtgeresbrunnun (Walkersbrunn) ,Altrihesdorf (Eltersdorf) und Heribretesdorf (Herpersdorf). Die grundherrliche Dorfsiedlung „Altrihesdorf“dürfte spätestens bis ins 10.Jh. zurückgehen und war baierisches Zubehör des Königshofes Aurach.

1227
Diese Jahreszahl ist im Innern der südwestlichen Seite des Chorturmes gegenüber dem Uhrwerk angebracht und gilt als vermutliches Jahr der Erbauung der Kirche. Sie ist als Wehrkirche angelegt.Wahrscheinlich stand an dieser Stelle ein der Jungfrau Maria geweihter Vorgängerbau, dessen Entstehung etwa im 11./12. Jh. angenommen wird. Identische Steinmetzzeichen in den Kirchtürmen der Orte Eltersdorf, Bruck und Büchenbach weisen auf eine gleichzeitige Bautätigkeit im späten 14. Jh. bzw. 15. Jh. hin.

1336 Das bekannte Eltersdorfer Ortswahrzeichen, der „Egidiusstein“, ließ noch vor hundert Jahren auf seiner Rückseite lt. Überlieferung die Jahreszahl 1396 erkennen. Egidius wurde in der Mitte des 16. Jh. Gemeindeschutzpatron und verursachte später die Verlegung des Kirchweihdatums auf den Sonntag nach Egidius.

1449 Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg führt Krieg gegen die Freie Reichsstadt Nürnberg und plündert neben vielen anderen Orten auch Eltersdorf aus. Die Wehrkirche blieb unversehrt.

1465 Eltersdorf wird selbständige Pfarrei und betreut Tennenlohe mit. Die beiden genannten Orte waren über Jahrhunderte Filialkirchen von Bruck und gehörten zu dessen Kirchensprengel und Gerichtsbezirk.

1524 Eingang der Reformation in Eltersdorf. Pfarrer Wolfgang Vogel hält den ersten Gottesdienst nach evangelischem Ritus.

1527 Pfarrer Wilhelm Vogel nahm die Lehre von der Erwachsenentaufe an. Das brachte ihn den Ruf, er habe Verbindung mit den Wiedertäufern und den aufrührerischen Bauern. Er wurde in das Nürnberger Lochgefängnis geworfen und im Alter von 33 Jahren wegen Aufruhr gegen die Obrigkeit am Tage nach Verkündung Mariä mit dem Schwert hingerichtet.

1552 Markgraf Albrecht Alcibiades von Brandenburg verwüstete das Nürnberger Umland. In Elterdorf wurden „in die 112 Zimmer“abgebrannt. Wieder blieb die Wehrkirche unversehrt.

1552
Die Kriegsfolgen waren für Eltersdorf derart katastrophal, daß die Pfarrei wegen ihrer Unbedeutenheit von den Pfarrern von Bruck (1553) und von Tennenlohe bis 1572 mitversehen wurde.

1572 Der 1573 verstorbene Gotteshauspfleger Hans Armherr „welcher sich sehr bemühte in Ansehung um einen Pfarrer hierher“hatte Erfolg. Eltersdorf erhielt wieder einen eigenen Pfarrer namens Andreas Hetzel, der im genannten Jahr das älteste Eltersdorfer Kirchenbuch anlegte.

1574 Eine pestartige Seuche durchzog das Land und raffte über 205 Menschen in Eltersdorf hinweg. Im Kirchenbuch steht „ohne alte und junge Mägde und Knechte, deren Namen nie alle bekannt und beschrieben haben werden können“.

1580 Eltersdorf erhält eine „Gemein-Ordnung“, die zwischen 1591 und1606 Zusätze erhält, die die „Aigenherren“d.h. Grundherren betrifft.

1616 In der neuen „Gemeindeordnung“vom 29. August erscheint erstmals das Landalmosenamt Nürnberg als „Dorfs- und Gemeinherr“. Die Landesherrschaft über Eltersdorf war jedoch strittig zwischen der Reichsstadt Nürnberg und dem Fürstentum Bayreuth und so erhob Bayreuth durch sein Oberamt Baiersdorf dagegen Einspruch.

1621 Der 30 - jährige Krieg machte sich bemerkbar. Kaiserliche und baierische Soldaten plünderten den ganzen Ort, zündeten das Pfarrhaus an und brannten „sonst in die 20 Zimmer “nieder. Selbst die Kirche wurde ausgeplündert.

1626/1627 Wiederum wütete die Pest in Eltersdorf und raffte eine große Anzahl Einwohner hinweg.

1632 „... als Wallenstein mit dem kaiserlichen und baierischen Heere die Umlagerung der Stadt Nürnberg aufgehoben und von der Veste bei Zirndorf und mit Brennen hin und her auf dem Lande großen Schaden gethan, wurde Eltersdorf bis auf die Kirche, das Pfarrhaus und wenigen Gebäuden (Alte Haus-Nr. 4,8,23 und 59 ) aus-und abgebrannt... “141 Personen kamen um.

1634 „... wurden die zwei kleineren Glocken dahier von Soldaten des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar zerschlagen und mitgenommen ...“ Die Besatzung der Kaiserlichen Veste Forchheim suchte abermals Eltersdorf heim und brannte auch das Pfarrhaus ab.

1638 Der Eltersdorfer Pfarrer Spiegel, der im Exil hinter den Mauern Nürnbergs lebte, schrieb in das Kirchenbuch: „... habe in Eltersdorf nichts mehr verrichten können, weil die Leute durch die durchstreifenden Soldaten gar zerstreut, das ganze Dorf oede geworden und ganz unbewohnt geblieben ist .. 

1651 wurden die Pfarreien Eltersdorf und Tennenlohe vom Rat der Stadt Nürnberg vereinigt.

1651 Wiederaufbau des im 30-jährigen Krieg niedergebrannten Mesner-und Schulhauses.

1663 Erstmals wurde wieder eine Glocke im Kirchturm installiert „... die 61/2 Zentner Metall hält ... 

1700 waren beinahe alle Gebäude, die während des Krieges zerstört wurden, wieder aufgebaut.

1714
Die Baiersdorfer Amtsbeschreibung berichtet, daß die Gemeinherrschaft über Eltersdorf durch Bayreuth, Onolzbach-Cadolzburg und Nürnberg gemeinsam ausgeübt wird.

1769 Einbau einer Orgel in die Kirche.

1778 Der markgräfliche Kriegskommissär und Oberamtsrichter Rhau zu Baiersdorf berichtet in seiner Beschreibung des Oberamtes über Eltersdorf: „... haben keinen Gemeindeherren, sondern die Einwohner halten unter sich ihre Zusammenkunft, haben 2 Bürgermeister, die im Dorfe wechseln. Das Nürnberger Landalmosenamt hat sich von Zeit zu Zeit zum vordersten Gemeindeherrn aufwerfen wollen, dies wurde jedoch nicht gestattet, da das Hochfürstlich Brandenburg-Amt Baiersdorf alle Gerichtsbarkeit auszuüben hat. Im Schulhaus versammelt sich alle Jahr die Gemeinde zu Abhör und Genehmigung der gemeindlichen Rechnung.“

1780 Zweistöckiger Um-und Aufbau des Pfarrhauses.

1785 Gründung eines Sterbekassenvereins, der 1892 noch 52 Mitglieder zählte. Vereinslokal: „Rotes Roß “Bauernschmidt.

1792 Eltersdorf wird preußisch.

1800 Im franz.-österr. Krieg lag Eltersdorf im Bereich der Schlachtlinien und war stark besetzt. Scharmützel spielten sich im Raum Vach und die Regnitz herab ab.

1806 Eltersdorf französisch besetzt.

1810 Kommt der Ort an die Krone Bayerns.

1813 Bedeutende Erweiterung des Mesner-und Schulhauses. Kosten 1000 Gulden.

1815 Der Holzhändler Strupf aus Bamberg flößte auf der Regnitz Holz von Nürnberg nach Bamberg.

1827
Nachdem der alte um die Kirche gelegene Begräbnisplatz zu klein geworden war, erfolgte die Anlegung eines neuen Friedhofes westlich vom Ort. Die Mauern wurden aus den Steinen des zum Teil abgebrochenen Gemäuers des bisherigen Begräbnisplatzes aufgeführt.

1836 Beginn der Arbeiten am „König-Ludwig-Donau-Main-Kanal“,der1843 fertiggestellt wurde. Im gleichen Jahr fuhren die ersten Schiffe an Eltersdorf vorbei.

1838 Baubeginn der durch Eltersdorf führenden „Distriktsstraße“Erlangen - Fürth.

1843 Eröffnung der östlich vom Ort verlaufenden Eisenbahnlinie Nürnberg - Erlangen - Bamberg.

1846 Errichtung einer Postexpedition in Eltersdorf. Die Amtsräume befinden sich im Bahnhof. Der jeweilige Stationsvorsteher führt den Titel „ Bahn-und Postexpeditor“. Eltersdorf zählt 80 Wohngebäude, 121 Familien und 565 Einwohner. Gemeindevorsteher war Johann Georg Haußner. Folgende Handwerker waren ansässig: 1 Bader, 2 Bäcker, 6 Wirte, 1 Schmied, 4 Krämer, 1 Metzger, 1 Gürtler, 4 Schneider, 3 Schuhmacher, 1 Schreiner, 6 Weber, und 2 Tabakfabrikanten.

1849 Elterdorf erhält neben den Ortsstempel den Mühlradstempel „ 71 “zwecks Entwertung der Briefmarken. Alle bayerischen Postorte erhielten nach ihrer alphabetischen Einordnung eine laufende Nummer zugeteilt.

1856 1.12. Das Postamt Eltersdorf erhält den Mühlradstempel „ 108“,der bis 9.3.1869 in Gebrauch war.

1866 fand der Bruderkrieg zwischen Östereich und Preußen wegen Schleswig statt. 8 Elterdorfer Einwohner mußten zu den Fahnen, 7 kehrten unversehrt zurück.

1857 Errichtung einer Ziegelei „mit Handbetrieb“durch Jean Eckart aus Fürth. Zwischen 1882/88 wurde diese Ziegelei in eine Dampfziegelei umgebaut.

1870 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Eltersdorf. 1892 / 53 Midglieder.
In den Deutsch-Franz. Krieg zogen 18 Eltersdorfer, davon kehrten 16 gesund zurück.

1875 Volkszählung: Eltersdorf hat 587 Einwohner und 100 Wohngebäude.

1876Gründung eines Veteranen Vereins.1892 hat dieser Verein 35 Mitglieder, Vorstand war Johann Hofmann. Vereinslokal: „Rotes Roß“ Bauernschmidt.
Gründung eines Vergnügungsvereins „Zufriedenheit“.1892 hat dieser Verein 19 Mitglieder, Vorstand war Johann Michael Zeiser. Vereinslokal:„Schwarzer Adler“,Wirt: Jacob Wolf.

1877 wurde eine zweite Ziegelei durch den Unternehmer Theuß aus Belgien errichtet.

1880 wurde eine neue Turmuhr vom Uhrmacher Förster aus Nürnberg eingebaut. Kosten: 800 Mark.

1886 Renovierung des Schulhauses. Die Kosten betrugen über 1500 Mark.

1888 Volkszählung: 591 Einwohner und 104 Wohngebäude.

1889 Schulmeister war Cantor Georg Menhorn, der am 1.5.1889 von Theilenhofen bei Gunzenhausen nach Eltersdorf versetzt worden war. Er unterrichtete noch 1922 in Eltersdorf.

1890 Gründung des Gesangvereins Eltersdorf.
Gründung des Kreuzbauern-Vereins. 1892 hat dieser Verein 16 Mitglieder, Vorstand war Georg Stiegler. Vereinslokal: „Schwarzes Roß“Haber.

1891 Bürgermeister war Heinrich Rohmer.

1892 Eltersdorf zählt 90 Hausnummern, hat 110 Familien. Genannt werden 4 Gasthäuser, 2 Bäckereien, 2 Kaufläden und 2 Ziegeleien, eine Mit Dampf - und eine mit Handbetrieb.

1904
Die Landgemeinde Eltersdorf umfaßt 580 Einwohner und 107 Wohngebäude.

1911 Eltersdorf erhält Elektrizität und damit Straßenbeleuchtung.

1913 Gründung der „Schützengesellschaft Eltersdorf 1913 e.V.“

1923 31.7. Trennung des Postdienstes vom Eisenbahndienst und Aufhebung der Postagentur in Eltersdorf.
Eltersdorf zählt 650 Einwohner mit 35 Gewerbebetrieben.

1924 1.1. In Eltersdorf (Ort) wird nunmehr eine Posthilfsstelle errichtet mit staatlich öffentlicher Sprechstelle, Telegraphenanstalt mit Fernsprechbetrieb und Unfallmeldestelle. Die Amtsräume werden im Anwesen Haus-Nr.43 eingerichtet, Postagent wird der Bader Emil Rhau.

1925 Volkszählung: Eltersdorf hat 650 Einwohner und 107 Wohngebäude.

1926 Gründung des„Sport-Club Eltersdorf 1926 e.V.“

1928 Die Posthilfsstelle Eltersdorf wird in eine Poststelle II umgewandelt.

1936 Neubau des evangelischen Pfarrhauses.

1937
Übergabe der Poststelle Eltersdorf an den Schuhmacher und Mesner Heinrich Schmidt. Die Amtsräume befinden sich nunmehr im Anwesen Haus-Nr.10.

1939 1. April. Die Poststelle Eltersdorf wird dem Schhmachermeister Zacharias Heubeck übertragen. Die Amtsräume befinden sich nunmehr im Anwesen Haus-Nr.125.

1945 16. April. Mehrmaliger Artilleriebeschuß des Ortes vor der Besetzung durch amerikanische Truppen. Insgesamt 9 Todesopfer.

1950 Umwandlung der Poststelle II Eltersdorf in eine Poststelle I. Frau Käthe Heubeck wird Posthalterin.

1953 Unter den 1093 Einwohnern befinden sich 260 Heimatvertriebene.

1960 Errichtung einer zentralen Wasserversorgungsanlage durch den "Zweckverband Eltersdorfer Gruppe" mit den Mitgliedern Eltersdorf, Frauenaurach, Hüttendorf, Kriegenbrunn und Tennenlohe.

1961 Volkszählung: Eltersdorf hat 1549 Einwohner und 249 Wohngebäude. Die Straßen bekommen Namen. Beginn der Kanalisation.

1965 Schnellstraße auf der ehemaligen Kanalstraße ist fertiggestellt. Anschluß an das Bundesautobahnnetz. Eröffnung der Grund - und Teilhauptschule

1967 Gründung des Musikvereins Eltersdorf.

1969 Einweihung des neuen Rathauses (Egidienhaus).

1970 Einweihung der katholischen Kirche St. Kunigund.

1971 950-Jahr-Feier der Gemeinde Eltersdorf.

1972 1.Juni. Eingemeindung der Landgemeinde Eltersdorf in die Stadt Erlangen mit 3142 Einwohnern und 6,18 qkm Gemarkungsfläche.

1977 1.Januar. Eingemeindung der Königsmühle in die Stadt Erlangen mit 4,2203 Hektar Gemarkungsfläche (10 Grundstücke).

1984 Explosion der Gasleitung an der Königsmühle.

1990 Eltersdorf hat 3762 Einwohner.

1996 975 - Jahr - Feier des Stadtteils Eltersdorf.